Höhentrainingslager Livigno

Vor meinem ersten Höhentrainingslager in Livigno war mir schon etwas mulmig, bedeutet es doch entscheidende veränderte Trainingsbedingungen, die der Körper verkraften muss und das 3 Wochen allein auf 1.800 m abgeschnitten vom Rest der Welt.

Gleich nach der Gracia Orlova reiste ich zu meinem ersten Höhentrainingslager nach Livigno auf 1.800m. Als ich ankam, habe ich mich gleich in dieses schöne Fleckchen Erde verliebt. Hinzu kam ein super schönes kleines Appartement und perfektes Wetter. Nachdem ich die ersten Tage ganz ruhig angegangen bin und mich dann schnell akklimatisiert habe, konnte das Training richtig beginnen.

 

Die ersten 2 Wochen hatte ich perfektes Wetter. Leider musste ich feststellen, dass im Mai noch alle Pässe geschlossen waren und auch der Busshuttel durch den Tunnel Mont La Schera ist erst ab Juni im Einsatz. So war mein Trainingsgebiet stark eingegrenzt und es gab für mich nur die flache Strecke vom Tunnel bis zum Pass Forcola und die Strecke nach Bormio über die zwei Pässe Eira und Fosconago. Aber irgendwie habe ich hier oben so einen Ruhe gefunden, dass mir das alles egal war. Ich konnte jeden Tag auf dem Rad genießen.

 

Ein wenig schwieriger gestaltete sich das Training in der 3. Woche, da es mit dem Wetterumschwung zu schneien begann und wir über Nacht 30 cm Neuschnee bekamen, der zunächst auch noch auf der Straße liegen blieb. Und hinzu kamen muskuläre Probleme die unangenehme Knieschmerzen verursachten. So suchte ich die Abwechslung vom Rollentraining mit Bergtouren und Schwimmen. Gottseidank wurde das Wetter dann gegen Ende wieder besser und als Belohnung durfte ich am vorletzten Tag sogar noch auf das Stilfserjoch fahren wo mich unglaubliche 2 Meter hohe Schneewände erwarteten.

 

Leider ist das Trainingslager, jetzt wo endlich die Pässe geöffnet werden, auch schon wieder vorbei. Unglaublich wie schnell die Zeit vergangen ist. Ich konnte aber wirklich jeden Tag optimal nützen und fühle mich noch immer voller Energie! Nun beginnt auch für mich die wichtige Wettkampfzeit, da es ab Juni um die Olympiaqualifikation geht. Deshalb wartet im Juni und Juli ein vollgestopfter Rennkalender auf mich! Ich werde also viel unterwegs sein und auch viel zu berichten haben!

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